Sonntag, 13. Mai 2007
Spam ist nicht nur nervtötend
... sondern auch völlig sinnlos. Mal ernsthaft: die Grundidee ist – mal abgesehen davon, dass das trotzdem keiner leiden kann – keine grundsätzlich verwerfliche. Ursprünglich war die gemeine Spam-Mail von heute mal eine ganz normale Werbemail (habe ich gerade „normal“ gesagt? Soweit ist es schon ...). Quasi der schnöde Werbezettel aus dem Briefkasten in die virtuelle Welt transportiert. So war es ja auch mal. Da wurde für käufliche Dinge geworben vom Sektglas bis zur Inneneinrichtung. Wenn nun eine überschaubare Anzahl an Mails pro Tag eintrudelt, würde wahrscheinlich sogar niemand was sagen.
Praktisch an dieser Methode für den Werbenden ist, dass er einerseits keine Druckkosten für Prospekte hat und andererseits eine viel größere Verteilungsreichweite. Dumm nur, dass das auch all jene bemerkt haben, die nicht jugendfreie und/oder zwielichtige Dinge vertreiben wollen. Jene, die sowieso keine Prospekte drucken lassen würden aufgrund des fragwürdigen und nicht selten auch strafrechtlich relevanten Inhaltes. Jene kamen zusätzlich auf die Idee, dass nur viel viel hilft und sorgten fortan für eine schiere Überflutung mit Mails. Stellen wir uns mal vor, dass wir uns analog dazu jeden Tag erstmal im Hausflur durch einen hüfthohen Haufen Werbeprospekte an unserem Briefkasten wühlen müssten, um zu sondieren, ob vielleicht doch ein wichtiger Brief darunter ist ... Zudem wäre ich wenig erfreut, all das in gedruckter Form zu sehen, was in meinem Mailpostfach täglich eingeht. Mal davon abgesehen, dass ich mich nicht auf Raststätten rumtreibe, keine rein körperlich orientierten Bekanntschaften suche und auch keine „supergunstig“ Plagiat-Rolex brauche, tendiert mein Interesse für mysteriöse Mittelchen, die versprechen, vielerlei körperliche Gebrechen zu mildern, ebenfalls gen Null. Einige der Namen dieser Mittelchen habe ich sogar mal nachgeschlagen, weil sie eher nach chemischen Kampfstoffen klangen ...
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