Donnerstag, 1. März 2007
Feed-Abonnements
Ich habe es versucht. Wirklich. Ich habe versucht, mich mit RSS-Feeds anzufreunden. Die sind ja eigentlich eine praktische Sache. Man kann grob gesagt Neuigkeiten von Webseiten/Blogs abonnieren und sie dann gesammelt in einem Programm oder bei einem Onlinedienst lesen. Ein kurzer Blick auf die Übersicht genügt um zu sehen, wo überall was neues zu finden ist. Grandiose Idee. Für mich funktioniert sie speziell für Weblogs nicht wirklich. Der erste Gedanke war: toll, nur eine Seite aufrufen, kompakte Darstellung aller Abos, kurz überfliegen, Interessantes lesen, fertig. Top Zeitersparnis gegenüber dem Aufruf jedes einzelnen Blogs. Soweit die Theorie.
Ich habe mich also beim Onlinedienst Bloglines angemeldet, liebevoll meinen Lesestoff abonniert und einsortiert und war spontan begeistert. Es war alles so kompakt und aufgeräumt.
Ein paar Tage lief das dann auch ganz gut. Erster Unmut kam auf bei der Feststellung, dass Kommentare nicht einfach so mitgeliefert werden. Die müssen extra abonniert werden. Mal für die ganze Seite, mal nur für ein Thema. Man sieht nicht mal, ob schon Kommentare abgegeben wurden. Dazu muss man dann doch wieder auf die Seite gehen. Irgendwie kontraproduktiv.
Einige Tage später stellte ich fest, dass ich seit eben dieser Zeit nicht mehr bei Bloglines vorbeigeschaut habe. Die Sache mit den Kommentaren war aber gar nicht der Hauptgrund. Der eigentliche Grund ist, dass mir die persönliche Note fehlt. Alles sieht gleich aus in so einem Feedreader. Der Purist mag wettern „Aber der Inhalt zählt!“ und da hat er nicht unrecht. Wenn ich den Feed einer Tageszeitung abonniere, mag das stimmen. Bei Blogs zählt aber außer dem Inhalt auch der Mensch dahinter. Dieser Mensch gestaltet sein Blog nach eigenem Gutdünken. Es ist egal, ob ein Template zum Einsatz kommt oder ein individuelles Design. In jedem Fall finden sich Dinge, die der Bloginhaber einfügt wie Links, Buttons, Blogroll, verschiedene Themenbereiche und ähnliches. Dinge, die einfach mit zum Inhalt gehören. Dinge, die den Rahmen bilden für den Inhalt. In vielen Blogs steckt eine Menge Arbeit und auch Hingabe. Das kann man sehen in der Aufmachung des Blogs und der Beiträge selbst. All das geht in einem Feedreader verloren. Deshalb nutze ich ihn nun maximal als Kurzübersicht für Blogthemen, nicht jedoch, um die Beiträge zu lesen. Vielleicht läuft mir ja irgendwann mal ein toller Feedreader über den Weg oder die Technik selbst wird verbessert und stellt mehr Möglichkeiten zur Verfügung, wer weiß. Im Moment jedenfalls ziehe ich den persönlichen Besuch eines Weblogs vor.
Ein längerer Test mit klassischen Newsseiten steht hingegen noch aus. Ich denke, hier ist ein Feed-Abonnement eher nützlich, da es tatsächlich um die reine Informationsvermittlung geht. Um es mit Franzls Worten zu sagen: schau mer mal.
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Aufgenommen: Freitag, 2. März 2007, 12:52 Uhr
Kleines Update zu meinem gestrigen Artikel: ich wollte noch einen Link einfügen zu einer schönen Seite, auf der RSS-Feeds toll erklärt werden. Irgendwie habe ich den Link nicht gefunden (ich muss dringend mal wieder meine Lesezeichen aufr&a