Dienstag, 29. Mai 2007
Herkömmlich
Neulich lief ein Werbespot im Fernsehen, der mir unangenehm in Erinnerung blieb. Es ging um einen Joghurt, dessen Milchkulturen/Inhaltsstoffe sehr viel gesünder sein sollen als die eines herkömmlichen Joghurts. Ein herkömmlicher Joghurt ... Was bitte ist denn ein herkömmlicher Joghurt? Die Werbung impliziert jedenfalls, dass herkömmlich schlechter ist. Noch dazu werden alle Joghurts über einen Kamm geschoren, da sie vorher da waren, deshalb herkömmlich sind und damit automatisch schlechter. Isst man gerade irgendeinen anderen Joghurt, während dieser Werbespot läuft, hat man sofort das Gefühl, nur eine mittelmäßig gesunde Antiquität zu essen. Furchtbar.
Aber warum ist das Wort „herkömmlich“ hier so negativ besetzt? Betrachten wir es mal abseits dieses Werbespots. Dabei fällt sofort auf, dass dieses Wort eigentlich gar nicht zur Kategorisierung von bestimmten Dingen verwendet wird, sondern zur Beschreibung von Vorgehensweisen. Wenn mir jemand sagt, er mache etwas auf herkömmliche Art, so assoziiere ich damit Worte wie bewährt oder auch traditionell. Und dies ist keineswegs negativ besetzt im Gegensatz zu der Verwendung im Werbespot. Gut, es besagt auch, dass keinerlei Überraschungen zu erwarten sind. Die herkömmliche Art ist der sichere, tausendfach erprobte Weg. Das mag man mögen oder nicht, schlechter ist es trotzdem nicht.
Also liebe Werbekreativen: ich bin immer neugierig auf all die wundersamen Dinge, die in Joghurts und anderem stecken und noch stecken werden, aber tut mir den Gefallen und erklärt mir die Vorteile des neuen Produktes ohne mein derzeitiges madig zu machen und mir zu suggerieren, ich wäre nicht auf dem Laufenden, wenn ich mich noch mit herkömmlichen Dingen zufrieden gebe!
Und überhaupt: was soll ich davon halten, wenn mein supermodernes Waschmittel, das ich seit einiger Zeit dem damaligen herkömmlichen vorziehe, morgen selbst zum herkömmlichen Waschmittel wird, weil es ein neues gibt? Wäscht es dann ab morgen schlechter? Laut Werbelogik müsste dies so sein. Müsste ich im Umkehrschluss nicht sauer auf den Hersteller sein, weil er mir bisher ein herkömmliches Waschmittel angedreht hat und mich deshalb nach einem anderen Produkt umsehen? Denkt mal drüber nach ...
P.S.: Auf den Vergleich mit dem Literglas hellblauer Ersatzflüssigkeit im Zusammenhang mit der herkömmlichen Windel habe ich bewusst verzichtet ...
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Freitag, 2. März 2007
Feed-Abonnements 2
Kleines Update zu meinem gestrigen Artikel: ich wollte noch einen Link einfügen zu einer schönen Seite, auf der RSS-Feeds toll erklärt werden. Irgendwie habe ich den Link nicht gefunden (ich muss dringend mal wieder meine Lesezeichen aufräumen ...). Heute ist er mir über ganz andere Umwege wieder zugeflogen. Gutes geht eben nicht verloren. Hier also für alle Interessierten der Artikel von Stefan Bucher: Webseiten im Abo mit RSS.
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Donnerstag, 1. März 2007
Feed-Abonnements
Ich habe es versucht. Wirklich. Ich habe versucht, mich mit RSS-Feeds anzufreunden. Die sind ja eigentlich eine praktische Sache. Man kann grob gesagt Neuigkeiten von Webseiten/Blogs abonnieren und sie dann gesammelt in einem Programm oder bei einem Onlinedienst lesen. Ein kurzer Blick auf die Übersicht genügt um zu sehen, wo überall was neues zu finden ist. Grandiose Idee. Für mich funktioniert sie speziell für Weblogs nicht wirklich. Der erste Gedanke war: toll, nur eine Seite aufrufen, kompakte Darstellung aller Abos, kurz überfliegen, Interessantes lesen, fertig. Top Zeitersparnis gegenüber dem Aufruf jedes einzelnen Blogs. Soweit die Theorie.
Ich habe mich also beim Onlinedienst Bloglines angemeldet, liebevoll meinen Lesestoff abonniert und einsortiert und war spontan begeistert. Es war alles so kompakt und aufgeräumt.
Ein paar Tage lief das dann auch ganz gut. Erster Unmut kam auf bei der Feststellung, dass Kommentare nicht einfach so mitgeliefert werden. Die müssen extra abonniert werden. Mal für die ganze Seite, mal nur für ein Thema. Man sieht nicht mal, ob schon Kommentare abgegeben wurden. Dazu muss man dann doch wieder auf die Seite gehen. Irgendwie kontraproduktiv.
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Dienstag, 6. Februar 2007
Sinn und Unsinn
Wenn mir Unsinn in den Sinn kommt, wird dann der Unsinn dadurch sinniger oder überlässt der Sinn dem Unsinn kurzzeitig das Feld? Hängt das von der Stärke des Sinnes oder der des Unsinns ab?
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